03. März 2020

Ein Sporthaus für alle Fälle

Die Streflings – eine sportliche Familie

Vater Ralf und sein Bruder Viktor haben sich als Alpin- und besonders auch als Grasski-Rennfahrer einen Namen gemacht. Eine kleine Auswahl von Ralf Streflings Pokalen steht unauffällig auf einem Board über der Tür in seinem Sportgeschäft in der Brucker Straße 4 am Fuße der Dachauer Altstadt. Der 68-Jährige macht kein Aufheben daraus – warum auch. Liegt doch alles schon viele Jahre zurück.

Jetzt haben die Kinder und vor allem die Enkel ihre Zeit im Rampenlicht und die Großeltern verdingen sich am Rand der Rennstrecke beim Zeitnehmen oder und in der enkelfreien Zeit mit Nordic Walking, Wandern und ausgiebigem Radfahren. Alle drei Strefling-Kinder sind Skilehrer, Tochter Daniela sogar staatlich geprüfte Schneesportlehrerin. Viel wichtiger noch: Sie ist die Leiterin der im Dachauer Landkreis beliebten Skischule, auch Bruder Markus und Schwester Stefanie gehörten viele Jahre zum Team. Die Zukunft noch vor sich haben Danielas Söhne Quirin (12) und Vincent (7). Beide sind ebenfalls erfolgreiche Nachwuchs-Skirennläufer. Und, wie alle Streflings, haben sie schon früh das Deutsche Sportabzeichen in allen Farben absolviert.

Inzwischen hat die nächste Generation übernommen

Das sind ziemlich gute Voraussetzungen für die Zukunft des letzten reinen Sportfachgeschäfts in Dachau. Die Staffelübergabe von Vater Ralf und Mutter Monika an die Tochter Daniela Gaßner hat schon mal reibungslos geklappt. Seit 2007 leitet sie die von ihrem Onkel 1977 gegründete Dachauer Skischule. Und auch im Laden selbst ist sie präsent, solange die Kinder in der Schule sind. Doch natürlich wissen auch Ralf und Monika Strefling, dass mehr dazu gehört als Fitness, Einsatz und Engagement, um ein Fachgeschäft in Zeiten wachsender Konkurrenz durch Internet und Discounter erfolgreich in die Zukunft zu führen. Mit den Kampfpreisen von Aldi, Lidl & Co., die Sportartikel verschleudern, um Kunden anzulocken, kann ein Einzelhändler wie Sport Strefling nicht konkurrieren.

Auch in der Landeshauptstadt wird das Angebot geschätzt

Die Streflings haben es aber ohne Internet geschafft, ihr Geschäft als starke Marke zu etablieren, deren guter Ruf bis nach München reicht. Mit einem saisonal variierenden Angebot vom Wintersport über Wandern, Radfahren, Inlineskating, Nordic Walking, Hiking, Fitness und Gesundheit. Ergänzt wird das Sortiment durch Outdoorbekleidung, sportliche Freizeit- und Bademode und durch das Shop-in-Shop-System des Outdoorspezialisten Northland Professional.

Mit der legendären Werkstatt von Ralf Strefling hat man einen weiteren Trumpf in der Hand. Fachkundige Beratung und kompetenter Kundenservice lassen sich eben nicht im Internet oder beim Discounter finden. Wer hingegen hier im Laden einkauft, der weiß, dass er auf 160 Quadratmetern geprüfte (Marken-)Qualität bekommt, vom Nadelventil für Ballpumpen bis zum Tee für den Golfball. Und dazu ein einzigartiges Ambiente mit einer Sammlung antiker Sportgeräte, die teils sogar aus dem vorletzten Jahrhundert stammen. Ralf Strefling hat inzwischen so viele Exponate, dass er sie ans Bezirksmuseum Dachau für eine Ausstellung weitergegeben hat. Im Laden und zu Hause ist längst kein Platz mehr dafür.

Start mit olympischem Geist

Angefangen hat die Geschichte des Sporthauses Strefling 1972 im Jahr der Olympischen Sommerspiele in München. Ralf Strefling hatte zwar Maschinenbau studiert, aber seine wahre Leidenschaft war schon immer der Sport. So gründete er in seiner Heimatstadt Dachau ein kleines Sportgeschäft im oberen Stockwerk eines mittlerweile abgerissenen Hauses in der äußeren Münchner Straße. Zunächst mit eingeschränkten Öffnungszeiten, man musste ja erstmal sehen, ob der Laden überhaupt läuft. Das Interesse war da und so erfolgte 1982 der Umzug in neue Räume am Klagenfurter Platz. Mit normalen Öffnungszeiten. Ehefrau Monika stieg nun voll mit ein. Schließlich konnte die Familie Strefling im September 1987 die größeren Räumlichkeiten in der nach ihren Vorstellungen umgebauten und hergerichteten Brucker Straße 4 einweihen. „Zum Glück waren meine Skilehrer und ich alle mehr oder weniger gute Handwerker, sonst hätte das alles nicht funktioniert“, erzählt Ralf Strefling.

Ob Tradition oder Modesport – hier werden alle fündig

Seitdem verging kaum ein Tag, an dem er oder Monika Strefling, eine gelernte Industriekauffrau, nicht für ihre Kunden da waren. Die ersten Jahre war auch noch Ralf Streflings Mutter als Buchhalterin mit dabei. Dutzende Trendsportarten hat die sportive Familie in den 47 Jahren kommen und gehen sehen. „Manche wie Snowboarden, Schneeschuhwandern oder Langlauf sind populär geblieben. Andere wie Tennis oder Skateboarden erleben Höhen und Tiefen“, berichtet Ralf Strefling. Ob Skilängen und Modellvarianten, Unterschiede zwischen Sommer- und Winter-Bergschuhen oder wie Steighilfen bei Tourenskiern oder Schneeschuhen funktionieren – es gibt wohl niemanden in der Region, der sich mit Sportausrüstung besser auskennt als er. Die Streflings und ihre Tochter Daniela stehen ihren Kunden jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und beantworten gerne Fragen zu allerlei Sport-Equipment wie Sonnenbrillen, Rucksäcke, Faszienrollen oder zu Funktionskleidung von Kopf bis Fuß. In der Werkstatt werden Skibindungen eingestellt, Kanten geschliffen, Snow- oder Skateboards fit gemacht und Schuhe geweitet.

Dazu gibt es noch die Aktivangebote. Monika Strefling, eine Leichtathletik-Trainerin, und ihre Tochter Daniela Gaßner, passionierte Ausdauerläuferin, geben Nordic-Walking-Kurse. Die passenden Stöcke und Schuhe für alle Indoor- und Outdoor-Sportarten gibt es natürlich auch in der Brucker Straße.

Die Begeisterung sollen noch viele spüren dürfen

Die Dachauer Skischule ist nach wie vor das Aushängeschild des Traditionsgeschäfts. Ihren Elan und die Begeisterung für den Wintersport, haben Ralf und Viktor Strefling nicht nur an Daniela Gaßner weitergegeben, sondern auch an die Kinder, die sich Jahr für Jahr anmelden, um am Monte Kienader in Günding Skifahren zu lernen. Gaßner hat als Kind dort erste Brettl-Erfahrungen gesammelt, danach ihre Kinder Quirin und Vincent. Die beiden starten jetzt für den WSV München und fahren die ersten Medaillen ein. Vielleicht werden sie ja eines Tages den Familienbetrieb weiterführen. Der Zukunft sehen also alle sportlich gelassen entgegen.

Wenn Sie mehr über die Familie, die Skischule oder das Sportgeschäft Sträfling erfahren möchten, schauen Sie doch mal hier .

[Ein Artikel aus unserem Hauspost-Archiv. Der Artikel erschien erstmals im Jahr 2019 in Hauspost Nr. 6]

 

 

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